On-Premise vs. Cloud: was der Betrieb im eigenen Unternehmen kostet
Der eigene Betrieb rechnet sich nicht ab einer Nutzerzahl, sondern ab einer Auslastung. Über drei Jahre kostet ein Mietzugang zum Copilot-Preis von rund 30 Euro je Nutzer und Monat (Listenpreis, Stand September 2026) bei 50 Nutzern 54.000 Euro, ein eigenes System bei uns rund 34.100 Euro. Dieser Text rechnet beide Seiten vor und sagt, wo die veröffentlichten Zahlen aufhören zu tragen.
- Die kurze Antwort
- Über drei Jahre liegt die Schwelle bei rund 32 Nutzern gegen einen Mietzugang zu 30 € Listenpreis, bei rund sechzehn gegen berichtete 60 € ohne Listenpreis
- Mietseite
- Microsoft 365 Copilot 30 US-Dollar Zusatz je Nutzer und Monat, all-in 69 US-Dollar auf E3 und 90 auf E5 seit 1. Juli 2026 (Listenpreise)
- Eigenes System bei uns
- Pilotprojekt 4.900 €, Vollsystem ab 12.900 € einmalig, Betrieb ab 590 € im Monat, zwölf Monate Mindestlaufzeit
- Strom
- Ein Server mit einer Karte zieht rund 0,7 bis 1,5 kW, im Dauerbetrieb 6.100 bis 13.100 kWh im Jahr, bei 32,58 Cent je kWh rund 2.000 bis 4.280 € (Eurostat-Band IA, Deutschland, 2. Halbjahr 2025)
- Was in keiner Quelle steht
- Kühlung, Netzwerk, Speicher, Support und Rack, dazu die Hardwareklasse für 10 bis 100 Nutzer
- Belegter Fall
- Armaturenhersteller, Schulung am 10. September 2025, Plattform im eigenen Netz in Betrieb seit Dezember 2025
- Stand
- September 2026
Die kurze Antwort: ab wann rechnet sich der eigene Betrieb
Es gibt keine Nutzerzahl, ab der sich der eigene Betrieb rechnet. Es gibt eine Auslastung. Ein Server, der acht Stunden am Tag rechnet, kostet dasselbe wie einer, der durchläuft.
Eine Schwelle lässt sich trotzdem angeben, wenn die Annahmen offenliegen. Gegen einen Mietzugang zu rund 30 Euro je Nutzer und Monat liegt sie über drei Jahre bei rund 32 Nutzern, gegen rund 60 Euro bei rund sechzehn.
Wir bauen und betreiben selbst gehostete Systeme, das sollten Sie beim Lesen wissen. Deshalb steht hier auch, wann Sie uns nicht brauchen und was wir nicht wissen.
Die drei Wege
- Mieten. Ein Sitzplatz je Nutzer und Monat. Sie fangen in Tagen an, zahlen jedes Jahr neu, und verarbeitet wird beim Anbieter.
- Selbst betreiben. Ein Server im eigenen Netz, darauf ein Modell mit offenen Gewichten. Einmalige Anschaffung, danach Strom, Wartung und Arbeitszeit.
- Dazwischen. Gemietete Rechenzeit mit eigenen Modellgewichten oder ein europäischer Anbieter mit Verarbeitung in der EU. Keine geprüfte Quelle rechnet diesen Weg durch, deshalb steht er hier nur als Hinweis.
Was bei der Cloud auf der Rechnung steht und was nicht
Der Sitzplatzpreis steht in einer Preisliste, die Voraussetzungen daneben, die tatsächliche Nutzung in keiner von beiden.
Microsoft 365 Copilot ist ein Zusatz, kein eigenes Produkt. Er kostet 30 US-Dollar je Nutzer und Monat bei jährlicher Laufzeit und setzt eine qualifizierende Basislizenz voraus. Qualifizierend sind neben E3 und E5 auch Business Standard und Premium, E1, F1 und F3. Die verbreitete Verengung auf E3 oder E5 treibt jede Rechnung nach oben.
In Euro stiegen die Basislizenzen zum 1. Juli 2026 von 34,90 auf 38,80 Euro (E3) und von 54,00 auf 59,00 Euro (E5). Diese Angaben stammen aus deutschen Dienstleisterblogs, nicht aus der Preisliste des Herstellers, und die Zahlen zum Aufpreis streuen zwischen 15,60 und 28,10 Euro.
ChatGPT Enterprise hat keinen Listenpreis. Die Preisseite verweist auf den Vertrieb, jeder Vertrag wird einzeln verhandelt. Im Umlauf sind 45 bis 75 US-Dollar je Sitzplatz, typisch rund 60, ab etwa 150 Sitzplätzen. Eine der Quellen nennt diese Zahl an anderer Stelle selbst Marktfolklore aus einem Forenbeitrag von 2023. Für 10 bis 100 Nutzer ist das Produkt ohnehin nicht gemeint.
Was auf der Rechnung nicht steht
- Die Nutzung. Laut Gartner werden 20 bis 30 Prozent der bezahlten Sitzplätze wöchentlich benutzt, nur 3 Prozent der Organisationen bestätigen einen deutlichen Ertrag. Eine von Microsoft beauftragte Forrester-Studie nennt dagegen das 4,5-fache über drei Jahre. Beide Zahlen stehen nur in Sekundärquellen, die Originale haben wir nicht geprüft.
- Die Schwelle. Ein Sitzplatz trägt sich rechnerisch ab rund 30 Minuten Zeitersparnis je Woche und Nutzer. Das ist die einzige Zahl hier, die Sie messen können.
- ChatGPT für Unternehmen: Kosten je Nutzer und Monat sind nur für den Tarif ChatGPT Business veröffentlicht, für ChatGPT Enterprise nicht.
| Tarif | Je Nutzer und Monat | Anmerkung |
|---|---|---|
| Microsoft 365 Copilot, Zusatz | 30 US-Dollar | Braucht eine qualifizierende Basislizenz |
| E3 mit Copilot, all-in | 69 US-Dollar | 39 plus 30, seit 1. Juli 2026 |
| E5 mit Copilot, all-in | 90 US-Dollar | 60 plus 30, Basis vorher 57 |
| Copilot Business, bis 300 Nutzer | 21 US-Dollar | Aktionspreis 18, Enddatum strittig |
| ChatGPT Business | 20 US-Dollar | Jährlich gezahlt, ab zwei Sitzplätzen |
| ChatGPT Enterprise | kein Listenpreis | Berichtet 45 bis 75, ab rund 150 Sitzen |
Was der eigene Betrieb kostet: Hardware, Strom, Arbeitszeit
Bei der Anschaffung müssen wir Sie enttäuschen. Alle öffentlich belegten Preise betreffen Rechenzentrumsknoten mit acht Grafikkarten: 320.000 bis 420.000 US-Dollar für einen Server mit acht H200. Für die Klasse, die 10 bis 100 Nutzer bräuchten, also eine oder zwei Karten, fanden wir in keiner Quelle Preise oder Durchsatzwerte. Wer Ihnen dafür eine Zahl nennt, hat sie geschätzt.
Beim Strom lässt sich dagegen sauber rechnen, und dort steckt der häufigste Fehler. Die Hersteller geben die Karten, die in einem solchen Server stecken, mit 300 Watt an (RTX 6000 Ada), mit 350 Watt (L40S) und mit 600 Watt für die neuere RTX PRO 6000 Blackwell. Rechnet man Prozessor, Speicher, Lüfter und Netzteil hinzu, kommt ein Server mit einer Karte unter Volllast auf rund 0,7 bis 1,5 kW, im Leerlauf deutlich darunter. Diese Gesamtlast ist gerechnet, nicht gemessen.
Rund um die Uhr sind das 6.100 bis 13.100 kWh im Jahr, also 6,1 bis 13,1 MWh. Damit fällt der Verbrauch in das Eurostat-Band IA unter 20 MWh, nicht in Band IB und schon gar nicht in die gern zitierte Klasse von 500 bis 2.000 MWh (Band IC), die ein Betrieb erst ab rund 57 kW Dauerlast erreicht. Für Band IA weist Eurostat in Deutschland 32,58 Cent je Kilowattstunde aus, zweites Halbjahr 2025, ohne Mehrwertsteuer. Der Strom kostet damit rund 2.000 bis 4.280 Euro im Jahr.
Wer die falsche Verbrauchsklasse ansetzt, verschätzt sich: Mit den 22,64 Cent aus Band IC liegt er rund 30 Prozent zu niedrig. Das Band richtet sich nach dem Jahresverbrauch des ganzen Standorts, nicht nach dem einen Server, deshalb zählt am Ende Ihr eigener Vertragspreis. Zum Vergleich die andere Größenordnung: Ein Rechenzentrumsknoten mit acht Karten und 10 kW Dauerlast verbraucht 87.600 kWh im Jahr und kostet in Band IB rund 22.930 Euro. Kühlung ist in keiner dieser Zahlen enthalten.
Vier Posten, zwei davon fehlen meistens
- Anschaffung. Netzwerk, Speicher, Wartung, Rack und Stromanschluss sind in den genannten Preisen nicht enthalten.
- Strom. Rechenbar, sobald die Dauerlast feststeht. Die Verbrauchsklasse muss zur eigenen Größe passen.
- Arbeitszeit. Eine einzige Quelle beziffert sie: 0,5 Vollzeitäquivalente und 225.000 bis 300.000 US-Dollar über drei Jahre, auf US-Gehaltsbasis, ungeprüft. In derselben Rechnung ist Personal der größte Einzelposten, größer als der Strom.
- Nebenkosten. Kühlung und Raum fehlen in allen Stromrechnungen, Support und Ausfallsicherheit in allen Hardwarepreisen. Alle veröffentlichten Zahlen zum Eigenbetrieb liegen deshalb zu niedrig.
| Rechenschritt | Wert |
|---|---|
| Dauerlast, Server mit einer Karte | 0,7 bis 1,5 kW |
| mal 8.760 Stunden im Jahr | 6.100 bis 13.100 kWh, also 6,1 bis 13,1 MWh |
| Zutreffendes Eurostat-Band | IA, unter 20 MWh im Jahr |
| Preis Band IA, Deutschland, 2. Halbjahr 2025 | 32,58 Cent je kWh, rund 2.000 bis 4.280 € |
| Zum Vergleich: Knoten mit acht Karten, 10 kW | 87.600 kWh, Band IB, rund 22.930 € |
Die Schwelle, gerechnet für 10, 25, 50 und 100 Nutzer
Der Mietzugang kostet je Nutzer und Monat, jedes Jahr neu. Der Aufbau kostet einmal, dazu der Betrieb. Sichtbar wird das erst über derselben Laufzeit.
Wir rechnen mit rund 30 Euro je Nutzer und Monat, der Größenordnung des Copilot-Zusatzes (Listenpreis, Stand September 2026), und daneben mit rund 60 Euro, dem berichteten Umfeld von ChatGPT Enterprise, für das es keinen Listenpreis gibt. Über drei Jahre sind das 1.080 Euro je Nutzer bei 30 Euro und 2.160 Euro bei 60 Euro.
Auf der anderen Seite steht unsere eigene Preisformel, weil sie öffentlich ist: Vollsystem ab 12.900 Euro einmalig, Betrieb ab 590 Euro im Monat. Über drei Jahre sind das 12.900 plus 21.240 Euro, also 34.140 Euro, und diese Zahl steigt mit der Nutzerzahl nicht.
Daraus folgen zwei Schwellen. Gegen 30 Euro je Nutzer liegt sie bei 34.140 geteilt durch 1.080, also bei rund 32 Nutzern, gegen 60 Euro bei rund sechzehn.
Verglichen wird ein System aus Ihren eigenen Unterlagen, auf Ihrem Server, gegen Sitzplätze bei einem Anbieter. Für Modelle auf eigener Hardware gilt die Formel unten.
| Nutzer | Miete zu 30 € im Monat | Miete zu 60 € im Monat | Eigenes System bei uns |
|---|---|---|---|
| 10 Nutzer | 10.800 € | 21.600 € | rund 34.100 € |
| 25 Nutzer | 27.000 € | 54.000 € | rund 34.100 € |
| 50 Nutzer | 54.000 € | 108.000 € | rund 34.100 € |
| 100 Nutzer | 108.000 € | 216.000 € | rund 34.100 € |
Vier Posten fehlen in dieser Rechnung, und alle sind real: die Hardwareklasse für 10 bis 100 Nutzer, der Strom, die Kosten der Modellnutzung und die Arbeitszeit im eigenen Unternehmen.
Die Schwelle liegt nicht bei einer Nutzerzahl, sondern bei der Frage, ob es ein Dokument gibt, das das Unternehmen nicht verlassen darf.
Wann sich der eigene Betrieb nicht rechnet
Der harte Grund gegen den Eigenbetrieb ist die Auslastung. Eine Quelle nennt rund 70 Prozent als Untergrenze, eine zweite mindestens 60 Prozent, und bei nur 10 Prozent Auslastung steigen die Kosten je Token um etwa das Zehnfache. Ein Hersteller von Servern mit Grafikkarten rechnet dagegen vor, es genügten 4,3 bis 5,3 Stunden Volllast am Tag, also rund 18 bis 22 Prozent.
Diese Angaben sind nicht vereinbar, und wir glätten sie nicht. Die eine Quelle verkauft Hardware, die andere vermietet Rechenzeit, keine legt ihre Annahmen offen. Wer die Auslastung nicht kennt, kann die Schwelle nicht ausrechnen.
Der letzte der vier Fälle unten ist der häufigste. Ein Jahr Lizenzen zu zahlen, um zu lernen, welche Fälle tragen, ist meistens billiger als ein Aufbau für Fälle, die keine sind.
Vier Fälle, in denen Mieten die bessere Antwort ist
- Es soll in Tagen anfangen. Die Beschaffung eines Servers mit Grafikkarten dauerte 2026 zwei bis acht Wochen.
- Das Team ist klein. Unter rund zehn Nutzern trägt ein eigener Aufbau selten.
- Niemand im Unternehmen soll einen Linux-Server verantworten, und ein Betriebsvertrag ist nicht gewollt.
- Es ist noch offen, wofür KI im Unternehmen überhaupt taugt.
Was die Zusammenarbeit mit Deep5 kostet
Unsere Preise sind öffentlich, damit Sie die Rechnung oben nachvollziehen können. Alle Preise netto, zuzüglich Umsatzsteuer.
Für ein System aus Ihren eigenen Unterlagen: Pilotprojekt 4.900 Euro für eine Abteilung, drei Wochen. Vollsystem ab 12.900 Euro, das Pilotprojekt eingerechnet. Betrieb ab 590 Euro im Monat, zwölf Monate Mindestlaufzeit. Die Stufen stehen auf Wissenssystem aus eigenen Unterlagen.
Für Modelle, die auf Ihrer eigenen Hardware rechnen, gilt eine andere Formel: Planung individuell, Aufbau zum Festpreis nach der Planung, Betrieb nach Vereinbarung. Zwischen einem System, bei dem nur die Daten im Unternehmen bleiben, und einem ganz ohne Verbindung nach außen liegt ein Vielfaches. Was dazugehört, steht auf lokale KI im eigenen Netz.
Die Hardware kaufen Sie beim Händler Ihrer Wahl. Wir stellen Arbeitszeit in Rechnung und verdienen an der Hardware nichts. Welche Modellgröße Ihre Fälle brauchen, rechnen wir vor dem Kauf aus. Eine Schulung kostet 1.199 Euro je Tag, ein KI-Workshop beginnt bei 3.000 Euro.
Kurz beantwortet
Vier Fragen kommen in Gesprächen über diese Rechnung fast immer.
- Was kostet KI im eigenen Unternehmen?
- Bei uns: Vollsystem ab 12.900 Euro einmalig, Betrieb ab 590 Euro im Monat, über drei Jahre rund 34.100 Euro, unabhängig von der Nutzerzahl. Die Zahl gilt für ein System aus Ihren eigenen Unterlagen auf Ihrem Server, für ein Modell auf eigener Hardware planen wir individuell. Dazu kommen Hardware und Arbeitszeit im Unternehmen, während die KI-Kosten der Mietseite mit jedem Nutzer steigen.
- Was ist On-Premise einfach erklärt, und was ist der Unterschied zu SaaS?
- On-Premise heißt: Die Software läuft auf Hardware, die Ihnen gehört. SaaS heißt: Sie mieten die Nutzung, betrieben wird beim Anbieter. In der übrigen Softwarewelt heißt dieselbe Entscheidung SaaS vs. On-Premise, und sie fällt nach denselben Posten.
- Ab welcher Nutzerzahl lohnt sich der eigene Betrieb?
- Die externen Quellen beantworten das nicht in Nutzern, sie rechnen in Token: 5 bis 10 Millionen im Monat, an anderer Stelle 100 bis 256 Millionen. Unsere eigene Preisformel beantwortet es: rund 32 Nutzer gegen einen Mietzugang zu 30 Euro, rund sechzehn gegen 60 Euro.
- Warum ändern sich die KI-Preise gerade so oft?
- Weil zwei Bewegungen zusammenfallen. Microsoft hat zum 1. Juli 2026 die Basislizenzen erhöht und dauerhafte Bündel bis 300 Nutzer eingeführt, OpenAI hat den Business-Tarif zum 2. April 2026 gesenkt. Jede Zahl hier gehört vor der Entscheidung noch einmal nachgeschlagen.
Was Sie als Nächstes tun
Vier Schritte, in dieser Reihenfolge. Bleibt der zweite ohne Ergebnis, ist der Mietzugang die günstigere Antwort.
Bleiben Sie unsicher, reicht eine halbe Stunde am Tisch. Wie ein System aus eigenen Unterlagen zu einer Antwort kommt, steht in wie ein RAG-System funktioniert.
Vier Schritte vor der Entscheidung
- Zählen. Die Menschen, die täglich damit arbeiten würden, nicht die Belegschaft.
- Aufschlagen. Ein Dokument mit einer typischen Antwort. Gibt es keines, das im Unternehmen bleiben muss, endet der Weg beim Mietzugang.
- Messen. Zwei Wochen lang festhalten, wie oft und wie lange Ihre Leute das Werkzeug benutzen. Daraus wird die Auslastung. Binden Sie den Betriebsrat ein, bevor Sie einzelne Nutzung protokollieren, siehe BetrVG § 87 Abs. 1 Nr. 6.
- Klären. Wer den Betrieb übernimmt.
Dauer, Wachstum, Weitergabe und die offenen Posten
Wie lange dauert es, bis das System läuft
Beide Wege liegen in derselben Größenordnung, und das überrascht die meisten. Für Microsoft 365 Copilot werden vier bis acht Wochen bei 50 bis 250 Nutzern genannt, für den Eigenbetrieb zwei bis vier Wochen für eine Abrufstrecke. Beide Angaben stammen aus Beratungsblogs ohne Fallstudie.
Der Unterschied: Beim Eigenbetrieb kommt die Hardwarebeschaffung dazu, beim Mietzugang fällt sie weg.
Ein belegter Verlauf aus unserer Arbeit, anonymisiert: Bei einem Armaturenhersteller stand am Anfang keine Hardware, sondern eine Schulung der Verwaltung. Was daraus im Alltag geworden ist, hat niemand erhoben. Der Vorgang steht im Bericht Technische Dokumentation durchsuchbar machen.
| Schritt | Wann | Was dabei entstand |
|---|---|---|
| Schulung der Verwaltung | 10. September 2025 | Anderthalb bis zwei Stunden am eigenen Fall |
| Plattform und Betrieb geklärt | 15. und 30. September 2025 | Anmeldung über den vorhandenen Microsoft-Entra-ID-Tenant |
| Plattform in Betrieb | seit Dezember 2025 | Im eigenen Netz, auf einem Linux-Server |
| Letzter belegter Stand | 23. Februar 2026 | Konfiguration dokumentiert, Preisliste 2026 eingelesen |
Was beim Wachstum passiert, und was in dieser Rechnung fehlt
Auf der Mietseite kostet jeder neue Nutzer so viel wie der erste. Erst ab 300 Sitzplätzen taucht ein Mengennachlass auf: eine Dreijahresbindung mit 15 Prozent, befristet bis zum 30. September 2026.
Auf der eigenen Seite ist die Antwort unangenehmer. Ein Server trägt eine bestimmte Zahl gleichzeitiger Anfragen, und die hängt an Modellgröße und Speicher, nicht an der Kopfzahl. Solange die Maschine reicht, kostet der hundertste Nutzer nichts. Reicht sie nicht mehr, kostet er eine zweite Maschine.
Wo dieser Sprung liegt, können wir aus öffentlichen Quellen nicht sagen. Es fehlt eine Formel für den Speicherbedarf je Parameter und Quantisierung.
Die einzige Angabe zu Stückkosten stammt von einem Hardwarehersteller: 0,159 US-Dollar je Million Token im Eigenbetrieb, 0,97 auf einer gemieteten Karte, rund 1,25 bei den großen Schnittstellen. Sie gilt nur bei hoher Auslastung, und die Quelle verkauft Server.
Am schwersten fehlt der Mittelweg aus gemieteter Rechenzeit mit eigenen Modellgewichten. Ein Anhaltspunkt immerhin: 1,80 bis 3,70 Euro je Stunde für eine H100. Für den laufenden Betrieb ist das kein Kostenmodell, sondern ein Preisschild. Aktuelle Listenpreise der Schnittstellen fehlen im Material ganz.
Was Sie im Unternehmen weitergeben können
Wer diese Rechnung intern vertritt, bekommt drei Rückfragen, keine davon eine Kostenfrage.
Für die IT-Leitung ist die entscheidende Zahl die Arbeitszeit. Ein Server im eigenen Netz gehört jemandem, und in der einzigen Quelle, die das beziffert, ist Personal der größte Posten. Was der Betrieb umfasst, wird im Gespräch festgelegt.
Für den Datenschutz zählt, wo verarbeitet wird und auf welcher Grundlage. Keine der geprüften Kostenquellen behandelt DSGVO Art. 28 oder den Ort der Verarbeitung, obwohl das in der Praxis das Hauptmotiv für den Eigenbetrieb ist. Was nachzuweisen ist, steht in was Sie bei KI nachweisen müssen. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.
Für den Betriebsrat zählt, ob das System die Nutzung protokollieren kann. Dann greift die Mitbestimmung nach BetrVG § 87 Abs. 1 Nr. 6, im eigenen Netz genauso wie beim Mietzugang. Was dabei verhandelt wird, steht in was der Betriebsrat bei KI mitbestimmt.
Drei Blätter, die Sie mitnehmen können
- Die Dreijahresrechnung mit Ihrer Nutzerzahl, beide Mietpreise nebeneinander.
- Die Stromrechnung mit Ihrer Dauerlast und Ihrem Verbrauchsband.
- Die Liste der Posten, die in keiner Rechnung steht.
Nicht die Kopfzahl entscheidet, sondern die Auslastung
Ein Mietzugang kostet je Nutzer und Monat, ein eigener Aufbau einmal, dazu Strom, Wartung und Arbeitszeit.
Die Zahl, die darüber entscheidet, steht in keiner Studie. Es ist die Auslastung Ihrer eigenen Maschine, und die kennt nur, wer sie misst.
Modelle, die auf Ihrer eigenen Hardware rechnen
Wir planen, bauen und übergeben. Wo Sie in dieser Rechnung liegen, sagen wir nach der Planung. Vorher wäre es geraten.
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